BlOeM! von Bob Negryn

Ausstellungen
BlOeM! von Bob Negryn

Bob Negryn betrachtet die Welt um ihn herum als ein Zusammenspiel von Farben und Formen, das er auf eigenwillige Weise in maßvollen Kompositionen festhält. Das Mondrian House zeigt eine Auswahl von Negryns faszinierenden und kraftvollen Blumenkompositionen.

Mit seinen Bildern setzt Negryn die in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts begonnene Tradition fort, Schönheit im Gewöhnlichen, Alltäglichen zu finden. Das Mondrian-Haus hat einige Werke aus Negryns Blumenserie ausgewählt. Seit über einem Jahrzehnt ist Bob Negryn von Blumen fasziniert. In allen Stadien des Wachstums, der Blüte und des Verfalls. In seinen Fotografien spielt er ganz bewusst mit dem Licht, um die Schönheit der Blume zu betonen.

Auffallend ist, dass die Blumen in Plastikflaschen gesteckt wurden. Das verleiht dem Ganzen eine etwas surreale Atmosphäre. Die provokante Schönheit von Tulpen und Plastikflaschen holt uns aus unserem Alltag heraus. Damit wir das Leben feiern können", sagte Negryn selbst einmal dazu. Der Künstler macht die Gegenstände auf seinen Bildern bewusst größer und wichtiger als sie sind, um unsere Abhängigkeit von ihnen zu verdeutlichen, sowohl praktisch als auch ästhetisch. Praktisch wegen ihres alltäglichen Gebrauchs und ästhetisch wegen ihrer Form und Farbe. Alltäglich und außergewöhnlich zugleich.

Mondrian

Negryns zeitgenössische Kompositionen ähneln den Blumenstillleben von Piet Mondrian, dessen frühere Werke sich ebenfalls stark auf die Darstellung einer einzigen Blume konzentrieren konnten. Man denke nur an die Amaryllis und die Chrysantheme, die Mondrian häufig fotografierte. Für Bob Negryn ist das Einfangen von Blumen eine Möglichkeit, die Zerbrechlichkeit unserer Existenz zu akzeptieren.

Über Bob Negryn

Bob Negryn (Delft, 1961) schloss 1984 sein Studium an der ArtEZ Academy of Visual Arts and Design in Arnheim ab und spezialisierte sich auf Malerei und Fotografie. Er beherrscht verschiedene fotografische Genres: Landschaften, Porträts und Stillleben. Dabei verbindet er seine Perspektive als bildender Künstler mit dem technischen Gepäck eines professionellen Fotografen. Im Laufe der Jahre wurden die Arbeiten von Negryn, der abwechselnd in den Niederlanden und an der irischen Westküste lebt, in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Außerhalb der Niederlande wurden sie auch in Belgien, Deutschland, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Irland und Neuseeland gezeigt.

Treffen und Begrüßung

Abgerufen von Samstag, 27. November und Samstag, 18. Dezember ist es möglich, Bob Negryn zu treffen. Der Künstler ist an beiden Tagen von 14.30 Uhr im Museum, um seine Arbeit zu erläutern und Fragen zu beantworten.