Diese Präsentation befasst sich mit der von Hitler eingeführten Idee der "Entarteten Kunst" und Piet Mondrians Flucht nach Amerika. Dort gelang es dem 68-Jährigen, sich als Künstler noch einmal zu erneuern und sein Meisterwerk Victory Boogie Woogie zu schaffen.
Piet Mondrian (1872-1944) lebte in einer turbulenten Zeit, die von zwei Weltkriegen geprägt war. Vielleicht gerade deshalb war er zeitlebens und auch in der Kunst immer auf der Suche nach Gleichgewicht und Ausgewogenheit. Mondrian war überzeugt, dass Kunst in der richtigen Komposition und Proportion zur Harmonie in der Welt beitragen kann.
Entartete Kunst
1934 beschloss Adolf Hitler, dass für moderne Kunst im Dritten Reich kein Platz sei. Kunst, die nicht den nationalsozialistischen Vorstellungen entsprach, wurde als "entartet" bezeichnet. Um dem Volk den moralischen Verfall der modernen Kunst vor Augen zu führen, organisierten die Nazis 1937 in München die Ausstellung "Entartete Kunst", auf der 650 moderne Kunstwerke gezeigt wurden. Mondrian war als einer der wenigen ausländischen Künstler mit zwei Werken in dieser Ausstellung vertreten.
Nach London und New York
Der Künstler fühlte sich in Europa nicht mehr sicher und wollte nach Amerika gehen. Zu diesem Zweck reist er 1938 zunächst nach London, wobei er die Gemälde, an denen er gerade arbeitet, in einer Kiste mit sich führt. In London lernte Mondrian die englische Kunstwelt und die Amerikanerin Peggy Guggenheim kennen, mit der er das Nachtleben erkundete. Erst im September 1940 konnte Mondrian das Schiff von Liverpool nach Amerika nehmen. Das war gerade noch rechtzeitig, denn wenig später wurde sein Viertel in London schwer bombardiert.
Ode an die Freiheit
Mondrian blühte in New York auf. Die Stadt hat ihm gut getan. Dort, in der neuen Welt, gelang es dem Künstler, sich noch einmal neu zu erfinden, und er schuf sein Meisterwerk, die Sieges-Boogie-Woogie. Eine Kopie dieses Gemäldes wurde kurz nach dem Krieg, im Jahr 1946, im Amsterdamer Stedelijk Museum als Ode an die Freiheit ausgestellt.
