Nach 90 Jahren sind die Porträts des Ehepaars Cornelis 'Cees' Bergman und Elisabeth 'Betsy' Bergman-Cavalini im Mondrian-Haus vorübergehend wieder vereint. Sie wurden von Piet Mondrian zu Beginn des 20. Jahrhunderts gemalt.
Cees und Betsy Bergman landeten im Laufe der Zeit in zwei verschiedenen Privatsammlungen, sind jetzt aber vorübergehend wieder im Museum in Amersfoort vereint. 1901 beauftragte Cees Bergman (1867-1947) Mondrian, das Porträt seiner zukünftigen Braut Betsy als Geschenk für ihre Hochzeit zu malen. Cees Bergman war ein erfolgreicher Kaffeehändler, Freimaurer, Sonntagsmaler, Freund und Mäzen von Piet Mondrian. Die beiden kannten sich durch die blühende Amsterdamer Kunstszene. Cees nahm Malunterricht bei Piet und kaufte zusammen mit seiner Schwester Anna über 20 Werke des Künstlers, darunter auch Porträts seiner Familie.
Das Porträt von Betsy Bergman wurde 2018 bei der Bewertung eines Anwesens in Zandvoort als authentisches Mondrian-Gemälde entdeckt. Ein wichtiger Beweis dafür, dass das Werk tatsächlich von Mondrians Hand stammt, ist ein Foto des Niederländischen Instituts für Kunstgeschichte. Das Foto zeigt einen etwa 29-jährigen Piet Mondrian vor einer Staffelei, auf der das Porträt von Betsy Cavalini zu erkennen ist. Das Foto stammt ursprünglich aus dem Archiv von Mondrians engem Freund und Malerkollegen Simon Maris (1873-1935). Dessen Archiv wurde dem RKD 1998 von der Fine Arts Foundation als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Kürzlich spielte diese Fotografie auch eine Rolle bei der Entdeckung eines Stilllebens von Mondrian in der Sendung Zwischen Kunst und Kitsch.
Die Porträts des Ehepaars Bergman und andere frühe Werke von Piet Mondrian (insgesamt 18) werden ab dem 14. März 2020 im Mondrian-Haus zu sehen sein. Im folgenden Video gibt der Gastgeber des Mondrian House, Ben Kleverwal, zusätzliche Erklärungen zu diesem besonderen Gemälde:
