Das Mondrian-Haus wurde zu einem Museumserlebnis umgestaltet. Am 8. März 2017 öffnete das Geburtshaus seine Türen für die Öffentlichkeit.
Wer war Piet Mondrian? Ein strenger Mann, geradlinig wie sein Werk? Ein Einsiedler, allein in seinem Atelier? Oder eher ein Tanzfanatiker, der immer auf Achse war? Ein Schürzenjäger, der sich schnell in junge Frauen verliebte? Über die Persönlichkeit des Malers kursieren zahlreiche Versionen. Er führte ein Leben voller Kontraste. Das neue Mondrian-Haus beleuchtet viele Seiten des Künstlers.
Ab dem 8. März 2017 ist ein Besuch im Mondrian-Haus ein Museumserlebnis für Jung und Alt und eine überraschende Einführung in den am 7. März 1872 in Amersfoort geborenen Mondrian. Im Geburtshaus reisen die Besucher durch das Leben des eigenwilligen Pioniers der abstrakten Kunst: von Amersfoort nach Winterswijk und von Amsterdam über Paris und London schließlich nach New York. In dem Museumserlebnis entdecken die Besucher sein ikonisches Werk, seine geistige Formung, seine Interessen und Freunde. Das Mondrian House setzt in der neuen Ausstellung verschiedene audiovisuelle Techniken ein, die den Besucher in die künstlerische Suche des Künstlers eintauchen lassen. Die Ausstellung endet im DIY-Studio, der Werkstatt, in der jeder, der sich von Mondrian inspirieren lässt, sein eigenes Kunstwerk schaffen kann.
Video-Installation
Die Reise beginnt mit einer Videoinstallation, die Mondrians Werk auf 13 verschiedenen Bildschirmen zeigt. In einer fünfminütigen Show zieht die künstlerische Entwicklung des Künstlers vorbei und die Besucher sehen, wie sich Mondrians Werk allmählich von realistischen Landschaften über leuchtende Szenen zu abstrakten Kompositionen mit den charakteristischen Linien und Flächen verändert. Während der gesamten Präsentation erklingen wechselnde Musikstile, die der Zeit und dem Musikgeschmack Mondrians entsprechen.

Rekonstruktion des Studios im Originalmaßstab
In der Rue du Départ in Paris schuf Mondrian in den 1920er Jahren viele seiner abstrakten Kompositionen. Voller Theorien über die sichtbare und die "reale", geistige Welt richtet er sein Atelier nach den Regeln und Gesetzen seiner neuen Weltanschauung ein. Farbflächen, Möbel, seine Gemälde: alles zusammen bildete für Mondrian die perfekte Harmonie. Im lebensgroß rekonstruierten Pariser Atelier des Mondrian-Hauses können die Besucher erleben, wie der Künstler seinen Arbeitsraum ganz nach seinen Vorstellungen gestaltete.
New York
Im Raum New York ist ein transparenter weißer Kubus aufgebaut, um den herum die Besucher Platz nehmen. Durch Projektionen auf, innerhalb und außerhalb des Kubus, darunter historische Fragmente und Tonaufnahmen aus dem New York der 1940er Jahre, erhält der Besucher gleichsam einen Einblick in die Gedankenwelt des Künstlers, der sein Meisterwerk, den Victory Boogie Woogie, in New York schuf.

Die neue Präsentation des Mondrian-Hauses wurde von Tinker imagineers entworfen und realisiert. Neben den Ausstellungsräumen wurden auch der Eingang, der Museumsshop und das Museumscafé in Angriff genommen. Die Neugestaltung des Mondriaan-Hauses wurde unter anderem ermöglicht durch: Mondrian-Fonds, KF Hein-Fonds, VSB-Fonds, PUG, Zabawas, Sozialer Kulturfonds der Versicherung De Amersfoortse und Hendrik Muller-Fonds.
